Steuern in Bezug auf Übergabe, Schenkung, Kaufvertrag
und Erbschaften

 

 


In den letzten Wochen und Monaten haben Sie bereits des Öfteren über den Umstand gelesen, dass durch den Verfassungsgerichtshof die Bemessungsgrundlage des Einheitswertes gekippt wurde und für Liegenschaftsübertragungen ab 01.06.2014 der Verkehrswert herangezogen wird.

Nunmehr wurde ein Begutachtungsentwurf für die Reparatur dieses Grunderwerbssteuergesetzes rechtzeitig eingebracht, sodass nunmehr die neue Gesetzeslage nur unwesentlichen geändert hat. Tatsache ist, dass bei Liegenschaftsübertragungen in der Familie weiterhin die Grunderwerbssteuer nach dem dreifachen Einheitswert bemessen wird.

 

 


1. Familienfremde zahlen in Zukunft mehr.

Bei Kaufverträgen richtet sich nach wie vor die Grunderwerbssteuer nach der Höhe des Kaufpreises, bei unentgeltlichen Übergaben, Erbschaften und Schenkungen dagegen wird im Normalfall der viel niedrigere 3-fache Einheitswert angesetzt.

 

Bei Erwerben in der Familie zahlt man 2 %, sonst 3,5 % der Bemessungsgrundlage.

 

Durch die neue Regelung unterscheidet man nicht mehr zwischen entgeltlichen und unentgeltlichen Erwerb, sondern nur mehr danach, ob die Immobilien innerhalb oder außerhalb der Familie weitergegeben werden.

 

Im Familienkreis gilt weiterhin der dreifache Einheitswert - und zwar künftig auch beim Verkauf.

Das betrifft private Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser oder Grundstücke, genauso wie Betriebsliegenschaften (Landwirtschaften).

 

Beim Erwerb von land-/forstwirtschaftlichen Grundstücken durch eine Person im Familienverband wird sowohl bei entgeltlichen als auch bei unentgeltlichen Vorgängen der einfache Einheitswert als Bemessungsgrundlage herangezogen.

 

Dieser Einheitswert wird mit Wirksamkeit ab 01.01.2015 neu festgestellt. Außerhalb der Familie gilt dagegen der Kaufpreis bzw. bei unentgeltlichen Weitergaben der Verkehrswert.

 

 


2. Wer profitiert von der neuen Regelung, wer zahlt drauf?

Wer von einem Angehörigen eine Liegenschaft kauft, fährt künftig günstiger, unentgeltliche Übertragungen (Schenkungen, Erbschaften, Übergaben) an Familienfremde werden teurer.

 

Wenn jemand also eine Wohnung etwa an eine/n Fremde/n vererbt, muss zukünftig Steuern nach dem Verkehrswert zahlen.

 

Verkauft, verschenkt oder vererbt man Liegenschaften innerhalb der Familie wird der dreifache Einheitswert als Bemessungsgrundlage herangezogen.

 

 


3. Wer zählt zum Familienkreis?

Zum Familienverband zählen Ehegatte, der eingetragene Partner, der Lebensgefährte, sofern diese einen gemeinsamen Hauptwohnsitz haben, ein Elternteil, ein Kind, ein Enkelkind, ein Stiefkind, ein Wahlkind oder ein Schwiegerkind.

Es ist jedenfalls ratsam vor Durchführung einer entsprechenden Schenkung, Abschluss eines Kaufvertrages oder Durchführung einer Übergabe eine entsprechende Beratung in Anspruch zu nehmen, um den steuerlichen Aspekt Ihres Vorhabens abklären zu können.

 

Für weitere Auskünfte und Beratungen stehe ich Ihnen jederzeit nach telefonischer Voranmeldung in meiner Kanzlei zur Verfügung.

Im Rahmen eines kostenfreien Erstgespräches gebe ich Ihnen einen ersten Überblick über Ihre rechtlichen Möglichkeiten, Chancen und Risken.


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