Urlaub, Artikel Stadtzeitung St. Valentin Nr. 3/ 2013

 

 


Wir stehen nunmehr vor der schönsten Zeit im Jahr, nämlich, in der viele Österreicher und Österreicherinnen ihren wohlverdienten Urlaub antreten.

Um jedoch Ihren Traumurlaub nicht zum Albtraum werden zu lassen, möchte ich Ihnen nunmehr kurz vor der Urlaubszeit eine Zusammenfassung in der aktuellen Situation geben. Grundsätzlich setzt voraus, dass die Mängel, welche der Urlaub hatte, auch geltend gemacht werden können, wenn es sich um eine sogenannte Pauschalreise handelt, welches neben Unterkunft und Essen auch den Transport zur Urlaubsdestination beinhaltet.

 

Es besteht sodann, sofern die Mängel wesentlich sind, die Möglichkeit einer entsprechenden Preisminderung.

Ein besonderer Maßstab sind diesbezüglich gemachte Zusagen (Prospekte). Ersatz wird nach der Frankfurter Tabelle in Prozentsätzen vom Gesamtpreis zuerkannt. Diesbezüglich enthält diese Tabelle eine Beschreibung der Mängel und die Bandbreite der abzuziehenden Prozente, wie beispielsweise:

  • Unterkunft (fehlender Meerblick): 10 bis 15 %
  • Verpflegung (verdorbene Speise): 20 bis 30 %
  • lange Wartezeiten: 5 bis 15 %
  • Sonstiges (kein Pool): 10 bis 20 %
  • verschmutzter Strand: 10 bis 20 %
  • Transport / Abflug (Verzögerung über 5 Stunden): 5 %

 

 


Die konkrete Abzugssumme ist einvernehmlich oder durch richterliches Ermessen zu ermitteln.

Nunmehr besteht auch die Möglichkeit, einen Ersatz für entgangene Urlaubsfreuden geltend zu machen. Beispielweise wurde dieser Ersatz zugesprochen bei der Erkrankung eines Kindes im AI-Club an Salmonellenvergiftung.

 

Dadurch wurde die Pflege durch die Eltern während des halben Urlaubes notwendig gemacht. Dafür wurde der Ersatz von 30 % des Gesamtpreises zugesprochen. Unerlässlich ist jedoch unmittelbar vor Ort eine entsprechende Reklamation bei dem Reiseveranstalter zu erstatten.

Es ist auch ratsam, eine ausführliche Fotodokumentation über bestehende Mängel, Verschmutzungen udgl. vorzunehmen.

 

Sollte auch die Möglichkeit bestehen, Zeugen anführen zu können, ist auch dieses anzuraten.

Es kann zwar mit dieser Regelung der Urlaubsfrust nicht zur Gänze ausgeglichen werden, jedoch haben Sie mit dieser Vorgehensweise die Möglichkeit einen finanziellen Ersatz für den Verlust der schönsten Zeit im Jahr geltend zu machen.

 

Ich wünsche Ihnen einen ungetrübten Urlaub!

 

Für weitere Auskünfte und Beratung stehe ich Ihnen jederzeit nach telefonischer Voranmeldung in meiner Kanzlei zur Verfügung.

Im Rahmen eines kostenfreien Erstgespräches gebe ich Ihnen einen ersten Überblick über Ihre rechtlichen Möglichkeiten, Chancen und Risken.


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